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Natürlich Imkern im Garten

14. April 2013, von Annette Bauer
Die meisten Bienenvölker in Deutschland befinden sich bei Hobby-Imkern im Garten. Wer seine Bienenvölker auf natürliche Weise pflegen möchte, erhält hier nützliche Tipps.

Für einen Kilo Honig müsste eine Biene sieben Mal um die Erde fliegen. Wer keine Angst vor Bienen hat, kann diese wunderbaren Insekten zu sich in den Garten holen. Als Dank erhält der Hobby-Imker Honig aus der eigenen Wabe. Die meisten Bienenvölker in Deutschland stehen tatsächlich in privaten Gärten.

Honigernte

Im Frühjahr sammeln die Bienen Pollen von blühenden Pflanzen und Obstbäumen der Umgebung. Der daraus entstehende Honig wird bereits im Frühjahr „geerntet“. Die zweite Honigentnahme ist im Sommer, Ende Juli oder Anfang August. Die Bienen sammeln dann den Honigtau der Blattläuse ab. Wenn in der Gegend Nadelbäume stehen, ist der Honig entsprechend dunkler und kräftiger im Geschmack. Nach der letzten Ernte erhalten die Bienen Zuckerwasser als Futterersatz für den entnommenen Honig.

Pflege des Bienenvolkes

Der Imker muss im Frühjahr regelmäßig die Magazine überprüfen, ob neue Königinnen in dickeren Waben heranwachsen. Er entfernt diese Wabe, da die neue Königin die alte vertreiben würde. Die alte Bienenkönigin würde die Hälfte ihrer Flugbienen mitnehmen und dadurch die Honigernte schmälern. Eine Königin wird bis zu vier Jahre alt.

Das Bienenvolk muss drei- bis viermal im Jahr gegen die Varroamilbe behandelt werden, da sie einen schlimmen Schädling für Bienen darstellt.

Bienenpflege in Herbst und Winter

Im Herbst werden die Fluglöcher im Stock verkleinert. Das soll die Bienen zur Ruhe kommen lassen. Später werden zum Schutz vor Mäusen im Winter Gitter vor die Eingänge gehängt.

Bienen halten keinen Winterschlaf. Im Herbst krabbeln die Insekten alle aufeinander und bilden die sogenannte Wintertraube. Die Bienen erzeugen dabei Wärme durch ihre Flügelschläge. Die äußeren Bienen krabbeln nach innen, so entsteht eine ständige Bewegung.

Auch in Herbst und Winter überprüft der Imker die Magazine, da man die Bienen bei Milbenbefall sofort behandeln muss.

Wintergeneration und Sommerbiene

Wenn im Februar mehrere Tage um acht Grad Celsius herrschen, beginnen die Bienen sich und den Stock zu putzen. Die ersten Pollen sammeln sie für die Larven der königlichen Eier. Bis Ende März stirbt die „Wintergeneration“ und die Frühjahrsbienen sind herangewachsen. Sie arbeiten nur für die Königin und schuften sich in bis zu sechs Wochen zu Tode.

Natürliche Imkerei im Garten

Wer mit der Imkerei beginnen möchte, kann mit zwei bis drei Bienenvölkern anfangen. Angst sollte man nicht vor den Bienen haben, trotzdem benötig man Schutzkleidung: Eine Imkerjacke, Schutzhandschuhe und den Hut mit einem Schleier rundherum. Rauch benutzen Imker, um die Bienen zu beruhigen. Wobei man leichter am Morgen mit den Völkern arbeiten kann: Wie beim Menschen sind Bienen früh recht träge. Bienen werden in Beuten aus Holz oder Styropor gehalten. Den bekannten Bienenkorb gibt es heute so nicht mehr, er wird nur noch zur Zierde aufgestellt.

Stadt oder Land?

Es gibt immer mehr Imker in den Städten. Große Grünanlagen und Gärten sind ein idealer Lebensraum für Bienen. Auf dem Land dagegen wird es den Insekten durch bienengefährliche Pestizide und Monokulturen erschwert. Imker müssen auf dem Land mit einem Bienenwanderwagen umherziehen, um den Bienen blühende Landschaften bieten zu können.

Wer mit Honig und natürlichem Imkern Geld verdienen möchte, benötigt im Garten Platz für etwa 30 Bienenvölker.

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